… Jonny Winters

Avatar-ZwiegesprächAls ich mich Ende Juli 1977 aufmachte meine Sommerferien bei meinen Eltern auf Kreta zu verbringen, ahnte ich nicht, dass sie mich beim abholen am Flughafen mit einer Langspielplatte überraschen würden. Sie war gerade in den USA auf den Markt gekommen und ich kannte nur ein Lied davon aus dem Radio – und wollte diese Platte unbedingt. Der Titel der Schallplatte war „Moody Blue“ und das Lied welches ich auf Bayern 3 gehört hatte „Way Down“.

Für mein damaliges Alter war der Interpret für viele Mitschüler eher etwas gewöhnungsbedürftig: Elvis Presley!

Natürlich hörte ich damals auch andere Bands wie Sweet, Queen, Boston oder die Little River Band, aber auch sehr gerne die Beatles und eben Elvis. Auch heute lege ich immer wieder mal ein paar alte „Scheiben“ auf und werde es wahrscheinlich auch in der Zukunft noch tun.

Was jedoch so besonders an dieser bestimmten Schallplatte war, hatte nichts mit meinen Sommerferien auf Kreta als solches zu tun, da ich zu allen Ferien zu meinen Eltern geflogen bin – nein, was sie so heute besonders für mich machte war, Elvis verstarb 2 Wochen später, am Dienstag den 16 August 1977! Herr Winters sie als Deutschlands bekanntester Elvis – Entertainer, wie haben sie denn diesen Tag erlebt?

jonny-winters-im-zwiegespraech-mit-jonny-hofer-by-rosemarie-hofer-img_0970Ich war als Elektriker im Elektrobau beschäftigt als die Nachricht vom Tod Elvis´ im Radio durchgesagt wurde. Ich war so tief traurig, dass mein Vorarbeiter mich damals für den Rest des Tages beurlaubt hat.

Er wusste was Elvis für mich bedeutete. Ich war ja bereits damals an den Wochenenden als Rock´n Roll-Musiker unterwegs. Zumeist allerdings mit Beatmusik und meiner Band namens „Big Barny Band“.

Elvis war für mich das große Vorbild seit ich ihn am 14 Januar 1973 im Fernsehen gesehen habe. Damals wurde „Aloha von Hawaii“ via Satellite übertragen und wurde von mehr Menschen gesehen als zuvor die Mondlandung. Die Musik und Performance damals beeindruckte mich sehr.

Es ist im Übrigen bis zum heutigen Tag mein Lieblings-Filmmaterial über Elvis. Sein Auftritt, der damals in über 40 Länder der Erde übertragen wurde war – wie wir ja heute wissen – der Höhepunkt seiner Karriere. Unglaublich für mich daher, dass so ein Mensch überhaupt sterblich war.

jonny-winters-im-zwiegespraech-mit-jonny-hofer-by-rosemarie-hofer-musikreiseSie organisieren über ihre Firma Jonny Winters Entertainment seit einigen Jahren Musikreisen nach Memphis, Tupelo, Lynchburg und Nashville. Sie besuchen dort mit Elvis- und Jonny Winters-Fans Elvis Presleys Graceland, sein Geburtshaus in Tupelo, den Hardwarestore wo Elvis seine erste Gitarre bekam, die Pfingstgemeinde der Presleys, die Sun Studios, und noch vieles mehr. Mit welchen Gefühlen gehen sie an die nächste Reise heran, zum 40 Todestag vom King?

Ein besonderer Highlight im Leben eines Elvis Entertainers ist es, am Grab des großen Vorbilds zu stehen. Aber nicht nur am Grab zu stehen, sondern auch das Haus wo er wohnte zu durchlaufen, die Studios zu besuchen, wo er seine ersten Aufnahmen machte und die Straßen entlang zu schlendern, wo einst die Schritte des King alltäglich waren.

Ich lasse mich überraschen was sich Memphis einfallen lässt. Denn jährlich wächst der Kult um den King in der Stadt, es gibt an jeder Ecke irgendwas zu sehen, dass mit Elvis (wenn auch nur im entfernteren Sinne) zu tun hat.

jonny-winters-im-zwiegespraech-mit-jonny-hofer-by-rosemarie-hofer-img_0717Selbst die Sozialwohnung, die von den Presley`s in den 40er Jahren bewohnt wurde, ist mittlerweile zur Pension „aufgestiegen“. Man kann dort nächtigen und sich die Klagegesänge in den Mauern ausmalen, die in Form von Stoßgebeten zum Himmel stiegen – denn hier wohnte die Unterschicht.

Die hatte es nicht leicht. So ist es heute noch. Man kann sich immer noch gut vorstellen, was Elvis als junger Mann auf den Weg nach oben durchlaufen musste, wenn man die Straßen und Ecken von Memphis entlang geht. Memphis als solches ist keine Stadt, die man gut beschreiben kann. Ich sage immer: „Man muss sie riechen, hören, sehen und schmecken. Nur so bekommt man den wahren Einblick in die Geburt des Rock´n Roll.“

In ihrem Job als Elvis – Entertainer treten sie regelmäßig in ganz  Deutschland und teilweise auch international auf. Sie werden oft von Fernsehsendern gebucht und haben daher mit ihrem Wohnort mitten im Westerwald eine sehr zentrale Ausgangsbasis. Zum Flughafen Köln/Bonn ist es nicht weit und die A3 führt sie auch zügig nach Frankfurt. Das erscheint sehr praktisch, wenn man weg will!

Steckte dahinter auch der umgekehrte Gedanke, denn wenn man hin will, ist es ja genauso praktisch – vor allem wenn man vor hat dort das Elvis Museum zu besuchen. Wie kommt man auf die Idee ausgerechnet in Kircheib ein solches zu eröffnen? jonny-winters-im-zwiegespraech-mit-jonny-hofer-by-rosemarie-hofer-willkommen-museum

Also, zu der Frage muss ich nun eine komplette Umwandlung der Annahme vornehmen, die Lage sei zentral und man kann die „Welt“ von Kircheib aus gut erreichen. Tatsächlich fährt hier nur einmal am Tag ein Linienbus und wer uns das erste mal sucht oder besucht, ist überrascht von der mehr als ländlichen Umgebung. Es erscheint zunächst natürlich nicht wie das Mekka eines Rock ´n Rollers.

Einerseits lebte auch Elvis außerhalb von Memphis City lieber von Pferdekoppeln und Hecken umgeben auf seinem Landsitz „Graceland“. Andererseits bin ich als gebürtiger Westerwälder sehr verbunden mit meiner Heimat.

jonny-winters-im-zwiegespraech-mit-jonny-hofer-by-rosemarie-hofer-img_0834Ja, ich war schon (fast) überall auf der Welt, aber es zieht mich immer wieder in die Heimat zurück. Meine Frau sagt: „Man kann Jonny aus dem Westerwald herausholen, aber den Westerwald kannst du nicht aus Jonny herausholen“.

Ein Statement, dass die Situation am besten beschreibt. Ich fühle mich in meiner Heimat wohl und habe mir mein Leben und auch meinen gelebten Traum um mich herum erbaut, nicht etwa in der Fremde. Letztlich ist es aber auch so, dass in der heutigen Infrastruktur ein „Entkommen“ der Region und auch ein bereisen dieser durch nahegelegene Flughäfen und Bahnhöfe die Sache erheblich leichter ist als noch – ich sage mal vor 20 Jahren!

Wie kann man sich einen Besuch im Elvis Museum vorstellen bzw. was gibt es dort zu erleben?

jonny-winters-im-zwiegespraech-mit-jonny-hofer-by-rosemarie-hofer-img_0796Bei einem Besuch im Elvis Museum geht es natürlich in erster Linie um Elvis Presley den Künstler aber auch um den Menschen. So weisen einige Exponate explizit auf seine Hobbies und Privatzeiten in Deutschland und USA hin. Aber wichtig ist es auch meiner Frau und mir, mit der ich das Museum gemeinsam gestaltet habe und leite, dass man sich selbst als Betrachter gut eingebettet fühlt in die Welt der 50er, 60er und 70er Jahre.

Durch die Gestaltung der Räume mit Möbeln aus der entsprechenden Zeit und durch die Atmosphäre die bereits im Cafe – Raum: z.B. mit Filterkaffee statt Kaffee-Kapsel und sich jonny-winters-im-zwiegespraech-mit-jonny-hofer-by-rosemarie-hofer-img_0914wie ein roter Faden durch die gesamten Räume zieht die der Besucher beschreitet. Nicht nur die Möbel, auch die Accessoires, TV – Geräte und andere Objekte erinnern an „früher“. Viele sagen dann „ach, so ein Telefon hatten wir früher auch mal“ oder „ja, damals trug man noch die schweren Kopfhörer“.

Das geht hin bis zum kleinen Kofferradio das man früher mit zur Arbeit nahm, so auch meines, über das ich die schreckliche Nachricht vom Tod des King 1977 empfangen habe.

Gerade in der jetzigen Jahreszeit kommt bei mir immer auch ein wenig meine bayrisch/südtiroler Vergangenheit durch und in meinem Fall verbinde ich es mit einem Lied, welches meine Oma oft gesungen hat:„Wie groß bist du“.

Als Kind fand ich es zuerst schrecklich, bis ich es später – es war 1971 – in der Schule in Huntsville/Alabama wieder gehört habe. Allerdings spielte uns die Lehrerin Mrs. Bounds eine Schallplatte vor:„How great thou art“ gesungen von Elvis. Das war für mich echt faszinierend!

Herr Winters auch sie singen viele Gospellieder, nur zu ehren von Elvis oder … ?

jonny-winters-im-zwiegespraech-mit-jonny-hofer-by-rosemarie-hofer-img_0679 „How Great Thou Art“ ist die englischsprachige Version von „O Store Gud“ einem schwedisches Kirchenlied, welches auf einem traditionellen Musikstück aufbaut. Das Lied findet sich im Anglosächsischen Sprachraum fast in jedem Gesangbuch wieder. Mittlerweile wird es auch immer öfter von hiesigen Chören in deutscher Version gesungen.

Natürlich singe ich das Lied zu Ehren des King, auch weil er dafür zu Lebzeiten 2 Grammy – Awards bekam, aber ich singe viele Gospellieder während meiner Gospelkonzerte, meist wurden jene auch von Elvis gesungen – manche aber auch nicht. Ich singe sie allerdings insgesamt eher im christlichen Zusammenhang – also nicht zu Ehren von Elvis, sondern eher zu Ehren unseres Herrn. Ich bin bekennender Protestant!

Meine Gospelkonzerte sind sehr im Stil der Südstaaten – Gospels gehalten und sehr beliebt. Sie wurden mittlerweile neben den Rock´n Roll – Konzerten zu meinem zweiten Standbein (besonders in den Wintermonaten). Zwar verbinde ich Gospel nicht zwingend mit Elvis, aber auch er hat sie geliebt und gesungen. Viele Fans glauben, er wäre in der heutigen Zeit wahrscheinlich komplett auf Gospels umgestiegen, wenn er denn noch leben würde. Aber das ist ja eine reine Hypothese.


Jonny Winters
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Booking Base:

Bureau Jonny Winters Entertainment

Roettgenstrasse 6 – (Jonny Winters Platz)

57635 Kircheib – Orsteil Neuenhof 

Telefon 0049 (0)2683 6562

und

049 (0)172 1094244

Email irmastanton@web.de

jonny-winters-im-zwiegespraech-mit-jonny-hofer-cd-winters-wonderlandDer Preis ist einheitlich 12,90 €

eine Produktion des Tonstudios „die Klangschmiede

 

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